Von Yvonne Siemering:

Warum ich unsere Grundschule erhalten möchte:

  • Ich kenne das Potenzial unserer schönen Grundschule und möchte sie – mit Unterstützung – wieder aufblühen zu lassen.
    • Meine eigene Zeit in der Drakenburger Grundschule war der schönste Teil meiner Schulzeit. Mit meinen 6-10 Jahren, kannte ich damals ALLE an der Schule mit Namen. Alle Schüler/innen, alle Lehrer/innen, bis hin zur Reinigungskraft. Die Schule und alle Menschen dort waren mir vertraut.
    • Kleine Klassengrößen haben sehr viele Vorteile:
      • Unsere Klasse bestand aus ca. 16-18 Kindern und unser Klassenverband war einfach spitze! Wir haben auch heute noch Kontakt und vor einiger Zeit sogar ein Klassentreffen gemacht.
      • Die Lehrer können viel besser auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen und eine individuelle Förderung ist besser möglich.
      • Ganz besonders mit Hinblick auf die Inklusion sind kleine Klassen wichtiger denn je.
    • Das Außengelände ist traumhaft schön. Vorne ein großer Schulhof zum Stelzen-Laufen, Brennball spielen, etc. und hinten ein naturbelassener, schattiger Spielplatz mit Klettergerüst, Rutsche, und das Beste: Sehr viele Bäume und Sträucher zum Buden bauen!
    • Ich konnte ohne Probleme mit Fahrrad zur Schule fahren, ab der 3. Klasse durfte ich sogar allein fahren! Was war man damals stolz darauf, schon „so groß“ und eigenständig zu sein.
    • Die Turnhalle ist über einen Flur zu erreichen und auch der Sportplatz ist direkt nebenan über den Schulhof zu erreichen.
    • Es gibt einen schönen großen Parkplatz direkt vor der Schule, der logistisch sehr gut und sicher zu erreichen ist.
  • Das alles möchte ich natürlich auch für meine Kinder. Ich hatte hier in Drakenburg eine schöne Kindheit und möchte diese auch meinen Kindern ermöglichen. Nicht zuletzt auch deshalb bin ich in meiner Heimat geblieben. Weil es hier einfach schön dörflich ist und die Kinder behütet aufwachsen können.
  • Ich möchte unser Dorf und die Dorfgemeinschaft erhalten. Die Kinder müssen eine gewisse Ortsverbundenheit spüren, um auch die Vereine und alles was sonst noch (…) dazu gehört, zu stärken. Aus Kindern werden Erwachsene. Ich habe eine starke Ortsverbundenheit erfahren, war in der Dorfjugend, habe mich parallel jahrelang sehr für meinen Verein eingesetzt und bin schon seit fast 25 Jahren aktiv beim Scheibenschießen dabei. Das alles macht man nicht, wenn man schon in frühester Kindheit in einen anderen Ort soll, dann logischerweise auch dort Freunde findet und in „deren“ Vereine eintritt.
  • Was bleibt an Lebensqualität für die Einwohner bzw. was soll junge Familien in unseren Ort locken? Es gibt keinen Lebensmittelladen, keine Bank, keinen Arzt, nicht mal mehr einen Geldautomaten, und dann auch keine Schule mehr. Unser Ort verkommt zu einer Schlafstätte für Pendler und alte Leute.

Warum ich gegen eine große Grundschule bin:

  • Kinder, denen erspart bleibt, in den Anfangsjahren ihrer Schulzeit kilometerweit zur nächstgrößeren Schule transportiert und damit aus ihrem Lebensumfeld herausgerissen zu werden, erleben Überschaubarkeit, Stabilität und Verlässlichkeit ihrer Lebensverhältnisse, identifizieren sich stärker mit ihren Lebensmittelpunkt und entwickeln eine größere Ortsverbundenheit.
  • Es ist durch viele Experten erwiesen, dass kleine Grundschulen für die persönliche Entwicklung der Kinder viel besser sind als große Schulkomplexe, die kein Kind überblicken kann.
  • Ich möchte meinem Kind eine Busfahrt so lange wie möglich ersparen. Meiner Erfahrung nach ist der Bus gern gesehene Lokalität für Mobbing und sonstige Differenzen, die Kinder gerne ohne Beisein eines Erwachsenen austragen. Und man kann von einem Linienbusfahrer nicht verlangen, dass er jeden seiner 45 bis 90 Insassen im Blick hat und sie ggf. zur Ordnung ruft.
  • Ich möchte den Kindern möglichst viel Freizeit gönnen, ohne lange Warte- und Fahrzeiten mit dem Bus. - Kurze Wege für kurze Beine!
  • Der Lehrermangel ist ÜBERALL, nicht nur an kleinen Grundschulen.

 Warum ich einen Bürgerentscheid möchte:

  • Ich möchte, dass ALLE Bürger über die Zukunft unserer Kinder, unserer Grundschulen entscheiden, und nicht nur einige wenige. Jeder soll gehört werden!
  • Ich möchte, zum ersten Mal in der Geschichte unserer Samtgemeinde, JEDEM eine Stimme geben!