Pressemitteilung vom 18.02.2019:

Initiative leitet Bürgerbegehren ein

Grundschulen müssen erhalten bleiben!

Die Interessengemeinschaft „Ja zur GS“ hat am 14.02.2019 ein Bürgerbegehren zum Erhalt der Grundschulen in Drakenburg und Haßbergen gestartet. Die Initiatoren wollen damit eine Zusammenführung der beiden Lernorte verhindern und die Eigenständigkeit der Dorfschulen bewahren.


Am 4. Februar hat der Samtgemeinderat mehrheitlich für die Schließung der Grundschule Drakenburg zum Ende des laufenden Schuljahres votiert. Die Grundschule Haßbergen soll zwar vorerst weiter bestehen bleiben, allerdings gibt es auch hier keine Standortgarantie. Daher hat die Interessengemeinschaft „Ja zur GS“ ein Bürgerbegehren eingeleitet, mit dem die Aufhebung des Ratsbeschlusses erreicht werden soll.

Wir wollen die Schulen in Drakenburg und Haßbergen langfristig eigenständig erhalten. Deshalb haben wir heute ein Bürgerbegehren gestartet, das in einen Bürgerentscheid münden soll. Dann haben die Einwohner der Samtgemeinde das letzte Wort über die Schulschließungen“, so Yvonne Siemering, Sprecherin der Interessengemeinschaft.

Die Interessengemeinschaft fordert eine langfristige Planungssicherheit für beide Schulstandorte, um eine gute Unterrichtsversorgung gewährleisten zu können. Laut Prognosen der Kultusministerkonferenz wird es ab dem Jahr 2023 an Grundschulen sogar eine Überversorgung mit Lehrkräften geben. Das heißt, die Lehrerversorgung wird bis dahin stetig besser werden. Dies ist vor allem für die Grundschule Drakenburg wichtig.

Entgegen des allgemeinen Bevölkerungsschwundes folgt die Einwohnerzahl der Gemeinden Drakenburg und Haßbergen einem eindeutigen Aufwärtstrend, was sich auch in den Schülerzahlen bemerkbar machen wird. Es ist also von einer dauerhaften Einzügigkeit der Grundschulen auszugehen.

Eine Zusammenlegung hingegen würde dazu führen, dass die Schülerzahlen der Klassen 1-4 in Heemsen bis an die zulässige Grenze von 26 Kindern pro Klasse steigen. Individuelle Förderungen von schwachen und starken Schülerinnen und Schülern wären so nicht mehr möglich. Auch müssten die auswärtigen Kinder mit dem Bus nach Heemsen fahren, was viele Eltern vor allem den Erstklässlern nicht zumuten möchten. „Elterntaxis“ und ein damit verbundenes Verkehrschaos in Heemsen wären die Folge. Zumal nicht allen die Buskosten über den Landkreis erstattet werden. Nur wer über 3 km entfernt wohnt, hat darauf Anspruch.