Nachfolgend sind die Schülerzahlen der beiden Grundschulen für den Zeitraum von 1982 bis 2017 dargestellt. Die Zahlen aus weiteren Zeiträumen liegen uns leider nicht vor.

Beim Betrachten der Grafik für die Drakenburger Grundschule dürfte zunächst einmal auffallen, dass die Schülerzahl in den Jahren 1987 bis 1989 sogar geringer als im Jahr 2017 waren. Soweit es uns bekannt ist, gab es in diesen Jahren keine Diskussion über eine Schließung der Schule. In den Jahren geringer Belegung, nämlich von 1987 bis incl. 1990, gab es an der Schule Kombiklassen. Auch dies ist also kein neues Phänomen. Deutlich sollte dem Leser auch werden, dass die Schwankungsbreite der Schülerzahlen sehr hoch ist. Im dargestellten Zeitraum gab es im Jahr 2000 mit 90 Schülern die höchste Belegung der Schule. Nur 11 Jahre zuvor (1989) wurde hingegen mit 41 Schülern ein Tiefpunkt erreicht. Wäre die Schule zu diesem Zeitpunkt geschlossen worden, so hätte es in den nachfolgenden Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit Probleme damit gegeben, die Schüler an anderen Schulen unter zu bringen. Die mittelfristige Prognose der Schülerzahlen gestaltet sich aufgrund der nicht sicher vorauszusagenden Einwohnerzahlen und Geburtenraten schwierig. Beide Faktoren haben in der Vergangenheit aufgrund unterschiedlicher Einflüsse ebenfalls starke Schwankungen gezeigt. Das Abfallen der Schülerzahl in den Jahren 2016 und 2017 dürfte im wesentlichen darin begründet sein, dass Eltern aufgrund der von den Politikern herbeigeredeten nahenden Schulschließung ihre Kinder an anderen Schulen angemeldet haben. Einen ähnlich starken Einbruch der Einwohnerzahlen hat es im selben Zeitraum jedenfalls nicht gegeben. Im Gegenteil: Die Einwohnerzahlen sind im selben Zeitraum stark gestiegen! Es gibt aufgrund der Schülerzahlen jedenfalls keinen Grund, warum die Schule schon jetzt geschlossen werden sollte. Aufgrund der steigenden Einwohnerzahlen und der Zunahme der Geburtenrate in den vergangenen Jahren ist damit zu rechnen, dass auch in der Zukunft ausreichend viele Schüler für einen mindestens einzügigen Betrieb der Schule zur Verfügung stehen. Warum die Samtgemeinde hier der Meinung ist, dass man nun unbedingt und sofort die Schule schließen müsse, ist nicht ersichtlich.

 

Sieht man sich die nachfolgende Grafik für die Grundschule Haßbergen an, so wird hier noch klarer, dass es natürlicher Weise an einer Grundschule keine gleichbleibende Anzahl an Schülern gibt. In den Jahren 1986 bis 1994 gab es an der Schule weniger Schüler als im Jahr 2017. Auch dort gab es unserer Kenntnis nach in der Vergangenheit in Jahren mit nur wenigen Schülern keine Diskussionen um eine Schulschließung.