Nachfolgend sind jeweils die Anzahl der Einwohner der beiden Gemeinden für den Zeitraum von 1968 bis 2017 dargestellt. Die Zahlen aus weiteren Zeiträumen liegen uns leider nicht vor.

Die Samtgemeinde geht aufgrund einer Prognose der Einwohnerentwicklung aus dem Jahr 2010 davon aus, dass vom Jahr 2010 bis 2017 in der gesamten Samtgemeinde Heemsen mit einem Rückgang der Bevölkerung von etwa 4% zu rechnen ist. Die Prognose verwendet hierbei jedoch als Grundlage ausschließlich den durchschnittlichen Rückgang der Bevölkerung in den Jahren 2009 und 2010 und schreibt diese Entwicklung dann in die Folgejahre bis 2030 (!) fort. Diese Methode erscheint uns äußerst fraglich, da für einen solch langen Zeitraum aufgrund der vielfältigen Faktoren eine Prognose der Bevölkerungsentwicklung nur schwer durchführbar ist. Hier finden sie den Link zu der von der Samtgemeinde verwendeten Prognose: Prognose der Bevölkerungsentwicklung von 2010 bis 2030

Tatsächlich gab es im Zeitraum von 2010 bis 2017 in Drakenburg nur einen Rückgang der Einwohnerzahl von etwa 0,7%. Die verwendete Prognose der Samtgemeinde liegt im Bezug auf Drakenburg allein also um mehrere Größenordnungen daneben! Würden wir die selbe Methode für die Prognose der Bevölkerungsentwicklung (durchschnittliches Wachstum der letzten zwei Jahre) verwenden um eine eigene Prognose zu erstellen, so müsste die Einwohnerzahl Drakenburgs in den kommenden Jahren um etwa 0,2% pro Jahr ansteigen. Im Jahre 2030 wären wir dann bei einer Zahl von 1764 Einwohnern und hätten damit im Zeitraum von 2010 bis 2030 einen Abfall um nur 0,3% gehabt. Wie schon erklärt wäre diese Vorgehensweise aus unserer Sicht jedoch unseriös.

Ein drastischer Abfall der Einwohnerzahlen ist hier trotz all dem auch für die folgenden Jahre extrem unwahrscheinlich. Es werden in Drakenburg an vielen Stellen Häuser gebaut in die im wesentlichen junge Familien einziehen. Es besteht daher die Hoffnung, dass es auch zukünftig viele Schüler im Flecken Drakenburg gibt. Die Drakenburger Bürgermeisterin hat in der Schulausschusssitzung vom 16.01.2019 behauptet, dass es in Drakenburg aufgrund der Beschränktheit des Ortes durch die Bahnstrecke und die Weser zukünftig zu keinen Wohnungsneubauten kommen wird. Hierbei lässt sie jedoch vollkommen außer acht, dass sich ein großer Teil Drakenburgs eben nicht zwischen diesen beiden "Hindernissen" befindet! Dies hat sich zuletzt bei der Vergabe der Neubaugebiete westlich der B215 gezeigt.

Im gesamten Landkreis Nienburg betrug im Jahre 2017 der Anteil der Bevölkerung mit einem Alter von 74 Jahren und mehr etwa 12% (Quelle: Statistisches Landesamt Niedersachsen; Tabelle Z100001K). Zugleich weist diese Altersgruppe eine durchschnittliche Lebenserwartung von etwa 65 Jahren auf. Es ist daher zu erwarten, dass auch in den nächsten Jahren weiterhin allein durch Sterbefälle Wohnraum frei wird, der dann zu einem hohen Anteil von Familien mit Kindern bezogen wird. Im Gegensatz zu Nienburg sind sowohl die Gemeine Haßbergen als auch der Flecken Drakenburg bei Familien aufgrund der günstigen Immobilienpreise und der Nähe zur Kreisstadt sehr beliebt. Daher ist davon auszugehen, dass auch in der Zukunft die stetige Erneuerung der Bevölkerung auch durch weitere Zuzüge weiter gehen wird und es somit genügend Schulpflichtige Kinder in den Gemeinden gibt.

 

Wie die nachfolgende Grafik zum Verlauf der Einwohnerzahlen in Haßbergen zeigt, ist auch hier ein drastischer Rückgang der Bevölkerung nicht anzunehmen. Der Verlauf zeigt viel mehr, dass es dabei immer wieder Hochs und Tiefs gibt, wir uns zur Zeit aber eher wieder auf dem guten Weg zu steigenden Einwohnerzahlen befinden.